#LoveYourVoice – NO VocalTrouble bitte!

Tipps zur Stimmpflege vom VCN

Love your voice get a real kick

Jede noch so gute Stimme braucht auch ´ne Pause!

Songs, die Dich als Sänger zu viel Kraft und Anstrengung kosten…

Oft sind es die hohen Töne, die powervoll gesungen werden wollen.

Der größte Fehler dabei ist, dass die Sänger versuchen die Bruststimme mit in die Höhe zu nehmen (und damit in den Schreimodus kommen, eine verzerrte Stimme ist das Resultat).  Eine verzerrte Rock´n Roll Stimme ist geil, aber dann bitte kontrolliert und mit Technik.

Durch die gedachte Höhe der zu singenden Passagen, verspannt ein Sänger bereits im Nacken, Kiefer und Schultergürtelbereich, schmeißt seinen Kopf in den Nacken und schaut nach oben. Das sind stimmschädigende Handlungen, da der Kehlkopf in so einer Position und aufgrund der Verspannung nicht frei schwingen kann.

Es ist nur eine Frage der Zeit! (siehe hier einige Sänger, die schon OP´s hatten)

Eine HEISERKEIT, nach den Auftritten ist Zeichen dafür, dass du etwas falsch machst.


Denke immer daran:

Deine Stimme ist dein Kapital! Leider kann man hier einige Fehler machen, falscher Ehrgeiz und ein rücksichtsloses Weitersingen ist daher gefährlich.

Du hast sicherlich kein Bock auf eine Stimmband OPERATION.

Arbeite mit einem Stimmtrainer, lass Dir die BASICS erklären und zeigen.

Ermüdungserscheinungen im Hals und seiner Muskulatur sollten ernst genommen werden. Denn zu viel Singen und zu wenig Schlaf kann trotz guter Gesangstechnik zu Stimmproblemen führen. Jede Stimme braucht Pausen. Gerade nach den Gigs wird dann noch viel geredet und die Nächte werden lang.

Die Stimmhygiene sollte für dich daher eine wichtige Rolle spielen, denn du möchtest ja viele Gigs oder Studiotage ohne Heiserkeit bestreiten und mit deiner Stimme brillieren.

Und daher ist Disziplin das höchste Gebot für dich als Sänger. Und schönen Gruß an Deine Bandkollegen, bitte seid sensibler im Umgang mit Eurem Sänger. Schaut Euch doch mal an, wie eine Stimme funktioniert und macht Euch bitte bewusst, was ein Sänger leisten muss. Dreht nicht so laut auf, dass der Mischer draußen am Pult wenig ausrichten kann. (Mikro koppelt sofort)

Wenn Ihr also viele Konzerte, Tourneen oder Studiotage bestreiten wollt, dann beachtet bitte das Folgende:

  • Dass Zigaretten (auch E-Zigaretten) sowie Alkohol schädlich für dich und deine Stimme sind, braucht man heutzutage kaum noch erwähnen. Aber dennoch gehören sie in meine Liste, wenn es um schädliche Faktoren für die Stimme geht.
  • Da Klimaanlagen die Feuchtigkeit aus der Luft ziehen und (bei falscher Wartung) wahre Bakterienschleudern werden können, solltest du als Sänger diese immer ausstellen. Zudem ist die kalte Luft auch nicht ideal für deine Atemwege.
  • Ausreichend Schlaf ist für den gesamten Organismus äußerst wichtig. Daher: Nicht die Nächte um die Ohren hauen.

Ja ich weiß, ich kling wie deine Mutter 😉

Keine Lutschpastille ersetzt eine Stimmbildung! Verlasse dich bei einer Heiserkeit niemals auf eine Lutschpastille!

Wie oft höre ich von Sängern „Ich hatte Halsschmerzen und konnte nicht singen, da hab ich Pastillen gelutscht, die eine leicht betäubende Wirkung haben und den Job gemacht.“

Hallo?!? Wenn du heiser bist, wird nicht gesungen! Bei Heiserkeit, die länger als drei Tage anhält ist es ratsam den HNO aufzusuchen.

Du kannst sicher „sanfte“ Bonbons lutschen (z. B. Emser-Salz-Pastillen, Isla-Moos, Salbeibonbons, um den Genesungsprozess zu unterstützen. Mit sanften Bonbons meine ich übrigens welche, die keinen kalten Atem erzeugen.

Und wenn wir schon dabei sind: Einige Stimmschädigende Unarten wurden uns mehr oder weniger anerzogen. Daher hier eine kleine Liste der Dinge, die deine Stimme beeinträchtigen können:

  • Was ich auch immer wieder sehe und äußerst schädlich ist, ist Flüstern bei Heiserkeit. Wenn du flüsterst wird deine Stimme nicht geschont, sondern belastet die Kehlkopfmuskulatur erheblich. Eigentlich solltest du bei Heiserkeit eher ein Teilzeit-Schweigegelübde ablegen; und wenn du doch mal was sagen musst, sprich mit leiser aber fester Stimme. Das gilt auch für ERKÄLTUNGEN.
  • Viel natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure hilft bei der Genesung auch. Und nicht zu kalt trinken.
  • Räuspern gehört auch zu den stimmschädigenden Faktoren. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, versuche eher kurz zu husten oder auf einem gesprochenem „Mh“ und gleichzeitigem Abklopfen der Brust, den Schleim zu lösen.
  • Zu scharfes Essen, sehr heiße und sehr kalte Speisen und Getränke gehören ganz allgemein vor dem Singen auf die Tabu-Liste.
  • Achte auf deine Haltung, denn wenn du und dein Körper verspannt sind, lässt das deine Stimme nicht so fließen, wie sie es sollte. Daher: Aufrechte Haltung und Schultern lockern! Der Verlauf der Wirbelsäule vom Nacken bis herunter zum Steiß hat Einfluss auf deine Atmung und Stimmerzeugung.
  • Wende deine erlernte Atmung beim Singen an. Dabei auch auf die Atemstütze und Artikulation achten.
  • Gestik und Mimik entlasten den Kehlkopf und bringen die Stimme nach vorne.
  • Gönne Dir nach jeder Stimmbelastung immer eine Stimmerholung.
  • Vermeide das Einziehen von Luft beim Sprechen.
  • Nutze Sprechpausen – und rede nicht ohne Punkt und Komma.
  • Lass Dich nicht zum Schreien verleiten, wenn es draußen oder in deiner Umgebung laut ist.
  • Spreche und singe nicht zu hoch oder zu tief, sondern in deiner Wohlfühllage. Durch entsprechendes Stimmtraining und der richtigen Technik lässt sich deine Range und somit auch deine Wohlfühllage jedoch erweitern ☺

Im Proberaum

Vermeide lang anhaltendes lautes und angestrengtes Sprechen. Kennen wir es nicht alle, dass man Repertoire, Songablauf oder Termine bespricht, während der Gitarrist gerade eben noch ein Lick oder sonstiges Solo mit aufgedrehtem Amp übt. Und wenn wir schon dabei sind: Versuche nicht das Letzte aus der Beschallungsanlage heraus zu kitzeln. Übe mit so moderater Lautstärke wie möglich.

Denke daran, dass ein Sänger sein „Instrument“ bei einem Defekt nicht so schnell wieder repariert bekommt wie z. B. der Drummer oder Gitarrist die Blasen an den Händen. Auch wenn es nicht angenehm ist, mit Schwielen lässt es sich Gitarren spielen. Wenn die Stimmbänder aufgrund Überlastung anschwellen, haben sie eine andere Masse und schwingen schon nicht mehr so, wie sie sollten und das ist noch das kleinste Übel; ätzend sind dann die berühmten Knötchen oder Ödeme.

Daher wichtig: Achte darauf, dass die Mikros nicht koppeln und der Sänger im Gesamtklang auch durchsetzungsfähig ist. Ein Indiz für zu viel Lautstärke ist u. a., wenn er während des Singens in die schreiende Halsfraktion wechselt.

Und hier der Profitipp für die ganze Band: Spielt eure Songs in einer für den Sänger bequemen Tonart. Transponiert den Song! Das machen die Stars auch. Denn ein guter Sänger ist nicht der, der die höchsten Töne erreicht 😉

Jeder Sänger im Profilager sollte den Song in seiner Wohlfühllage, also in der Lage in der er am Besten klingt, singen.

Lang soll sie dir erhalten bleiben: Ich spreche von deiner Stimme.

#loveyourvoice #safeyourvoice

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